Im Jahr 2010 hatte die ehemalige "Interessengemeinschaft für eine attraktive Fördeschifffahrt (IAF)" und jetzige Verein FördeFördern e.V. eine Idee. Auf Anregung des Schrevenborner Amtsdirektors Michael Koops, während einer Sitzung des „Runden Tisches“ zur „Rettung“ des Mönkeberger Fähranlegers, fühlte sie sich aufgefordert, kleine Projekte mit positiver Ausstrahlung zu initiieren. Die Idee war, rund um die Kieler Förde an allen Anlegestellen der Fördedampfer, Straßenverkehrshinweisschilder aufzustellen. Denn einmal gab es die fast nirgendwo, und überhaupt sei jeder Hinweis auf die Fördeschifffahrt, und die damit einhergehende Werbung, ein Mittel zur Attraktivierung der Fördedampfer.






















Zu einem frühen Zeitpunkt hatte sich die IAF an die zuständigen Verwaltungen gewandt. In vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Bereitschaft, die Interessengemeinschaft zu unterstützen, nicht sehr ausgeprägt war. Je nach Gemeinde/Stadt Kiel gab es unterschiedliche Gründe von verschiedenen Ämtern, die eine Realisierung in Zweifel zogen. Es ist nicht so einfach, einfach mal ein Schild an einen Rohrpfosten am Straßenrand zu schrauben. Da gibt es viele Gesetze, Bestimmungen, Richtlinien, Satzungen, Bedenken und – Gestaltungsvorschriften. Da könne ja jeder kommen, und sich sein eigenes Schild pinseln.


Genau das hat die IAF gemacht. Aus gutem Grund! Denn wenn man sich die im Straßenbild vorhandenen Schilder, die auf Kreuzfahrer oder Groß-Fähren hinweisen, einmal anschaut: kaum eines ist wie das andere. Da gibt es die unterschiedlichsten Schiffssymbole und Beschriftungen. Das wollte die Interessengemeinschaft besser machen und entwarf ein Schild, um rund um die Förde wiederkehrend das gleiche Motiv zu installieren.
























Gleichzeitig startete die IAF eine private Spenden-Sammelaktion und warb mit den Unternehmen Autohaus Süverkrüp GmbH + Co KG, Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG, Consist Software Solutions GmbH, Strandhotel Strande und Zöllner Signal GmbH Sponsoren für eine „Schild-Patenschaft“ ein.


Um der Idee Schwung mit auf den Weg zu geben, wurde aus ihr im Sommer 2011 ein Projekt im "Rahmenplan Kieler Förde" gemacht. 2012 wurde das Projekt, neben zwei weiteren IAF-Projekten, ausgezeichnet, prämiert und in den Rahmenplan aufgenommen.


Dann begann der lange Weg für Anträge und Genehmigungen. Es hat lange gedauert, bis der Antrag von der Gemeinde Mönkeberg, über das Amt Schrevenborn, über den Kreis Plön zum "Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein (LBV)"  geleitet wurde. Der LBV hatte dann letztlich auch noch Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium (Schleswig-Holstein) über das Thema geführt. Im gesamten Genehmigungsverfahren stand die Idee zweimal durch Ablehnungen vor dem Aus. Der Grund für die Ablehnungen war die symbolische Darstellung des Fördeschiffs auf dem Schild.


Es ist der IAF trotzdem gelungen, dank intensiver Gespräche und Nacharbeit, am Ende eine Genehmigung zu bekommen. Zur Eröffnung des neuen Mönkeberger Fähranlegers im April 2013 wurden die ersten, aus privaten Spenden und durch die Gemeinde finanzierten, Schilder in Mönkeberg installiert.


Nachdem die Schilder in Mönkeberg stehen, werden in den Gemeinden Heikendorf, Laboe, Strande und in der Stadt Kiel weitere Schilder beantragt. In der Heikendorfer Gemeindevertretung wurde am 24.04.2013 vom Verein FördeFördern e.V. der Antrag auf Aufstellung  in der Dorfstraße (Ecke Möltenorter Weg) und an der K 51 (Abfahrt Tobringer) gestellt.


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An der K51 Ecke Gänsekrugredder wurde das erste Schild aufgestellt.

Stubenrauchstraße Ecke Kitzeberger Weg das Zweite.

Jetzt auch in Heikendorf: Seit Mitte August (2013!) weisen auch in Heikendorf, am Tobringer und im Zentrum Schilder auf die Fördedampfer hin.