Pressemitteilung 15.03.2015
Wer vertritt jetzt die Interessen der Vermieter?
Die Mitglieder des FremdenVerkehrsVerein Ostseebad Heikendorf e.V. haben beschlossen, den Verein aufzulösen. Diese Entscheidung ist folgerichtig und war zwangsläufig, nachdem die Gemeinden im Amt Schrevenborn bereits vorab das Vermieter-Geschäft und die Tourismus-Information in die Hände von Kiel-Marketing e.V. gelegt hatten. Dazu kam eine Sprachlosigkeit zwischen Amt und Verein, die eine Interessenvertretung der überwiegend privat agierenden Vermieter nicht mehr aussichtsreich erscheinen ließ.
Ob sich die Gemeinden im Amt damit einen Gefallen getan haben, wird die Zukunft zeigen. Die amtsseitige Entscheidung zwischen dem ehrenamtlich tätigen Verein und dem professionellen Vermarkter aus Kiel war eindeutig. Die Tatsache, dass es für alle Beteiligten dadurch teurer wird, ebenso.
Der weit überwiegende Teil der Privatvermieter ist mit dem Ergebnis mehr als unzufrieden. Trotz wiederholter Informations- und Akquiseveranstaltungen von Amt und Kiel-Marketing ist es bisher nicht gelungen, die Vermieter umfassend zu unterrichten, geschweige denn zu überzeugen. Zu unterschiedlich sind die Geschäftsmodelle der Privatvermieter und das von Kiel-Marketing. Dazu kommt, dass die Gemeinden die Wünsche ihrer Vermieter bisher gar nicht richtig verstanden haben. Nachverhandlungen mit Kiel-Marketing führten zwar zu einem vorübergehenden kostengünstigeren Weg, Gast und Vermieter zusammenzubringen. Allerdings auf einem Weg, den die Vermieter aus guten Gründen nicht wünschen.
Die Vermieter müssen sich jetzt neu organisieren, um ihren berechtigten Interessen bei den Gemeinden Gehör zu verschaffen und sie gegenüber Kiel-Marketing vertreten zu können.
Der Verein FördeFördern e.V. bereitet derzeit Strukturen vor, um eine solche Interessenvertretung zu leisten. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Neuauflage des bisherigen Fremdenverkehrsvereins mit angeschlossener Vermieter-Vermittlung.
„Die Privatvermieter im Ostseebad-Heikendorf, aber auch in Mönkeberg und Schönkirchen, fühlen sich allein gelassen. Ihnen wurde ein Geschäftsmodell vorgesetzt, das sie nicht wollen. Wir müssen uns alle gemeinsam um sie bemühen, um dem Tourismus im Amt Schrevenborn nicht weiter zu schaden“, so der Vorstand von FördeFördern e.V.
Pressemitteilung 03.03.2015
Zukunft der Fördeschifffahrt
Kreis Plön macht die Tür ganz weit auf
Offensichtlich haben die Abgeordneten im Plöner Kreistag endlich erkannt, was man machen muss, soll die Fördeschifffahrt erhalten, attraktiviert und für die Zukunft fit gemacht werden. Am 26. Februar hat der Kreistag einstimmig einen Prüf- und Planungsauftrag an den Wirtschaftsausschuss (Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus, WET) überwiesen. Der Ausschuss soll dem Kreistag nach der Sommerpause einen Beschlussvorschlag vorlegen, wie es mit der Fördeschifffahrt weitergeht.
Dabei hat der Kreistag die wichtigsten Gesichtspunkte bereits vorgegeben. Im Rahmen einer kommunalen Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Plön und der Stadt Kiel, aber auch unter Mitwirkung der Gemeinden an der Kieler Förde, muss eine leistungsfähige und effiziente Fördeschifffahrt auf den Weg gebracht werden. Ob diese Zusammenarbeit in einem immer wieder geforderten „Verkehrsvertrag“ münden wird, ließen die Befürworter offen. In seiner Rede sprach sich Thomas Hansen, Fraktionsvorsitzender der CDU, aber für eine ergebnisoffene Planung ohne Vorbedingungen aus.
„Das ist, was wir immer gewollt haben: Vertrauensvolle Gespräche und Planungen zwischen Kiel und Plön auf Augenhöhe, aber auch finanzielle Verantwortung auf Augenhöhe. Das dies nicht ‚halbe-halbe‘ heißt, ist allen Beteiligten klar“, sagte Michael Henry, Vorsitzender des Vereins FördeFördern e.V., nach der Kreistagssitzung.
„Herausforderungen wie getaktete Fahrpläne von morgens bis in den späten Abend, für die eine Umstrukturierung der Dampfer-Flotte unumgänglich ist, bedeuten finanzielle Aufwendungen, die man nicht immer nur in Kiel abladen kann“, so Henry weiter. „Der Kreis Plön partizipiert an der Fördeschifffahrt über den Tourismus, aber auch bei der ÖPNV-Bedeutung für Pendler, in gehörigem Ausmaß. Das muss sich auch in der Finanzierung widerspiegeln.“
„Kiel und Plön arbeiten im touristischen Geschäft über die lokale Tourismusorganisation eng zusammen, bündeln ihre Kräfte beim schienen- und radgebundenen ÖPNV, da ist es nur folgerichtig, dies auch bei der Fördeschifffahrt so zu handhaben“.
Die Planungen zur Landeswassergartenschau und die mögliche Olympiabewerbung stellen die Fördeschifffahrt vor weitere Herausforderungen, die unbedingt gemeistert werden müssen.
Mit auf den Weg gegeben hat der Kreistag dem Ausschuss auch, die Fördeschifffahrt besser mit dem restlichen ÖPNV, also den Buslinien, zu vernetzen. „Das gibt Anlass zu Hoffnungen, endlich einen Ortsbus im Amt Schrevenborn einzurichten, der die Gemeinden Heikendorf, Mönkeberg und Schönkirchen mit den Anlegern, aber auch untereinander verbindet. Dann hätten wir auch endlich einen Bus, der unsere Schrevenborner Bürger, besonders Kinder und Senioren, im Sommer an die Strände bringt“, so Henry.
Der Verein FördeFördern e.V. hofft, dass der Wirtschaftsausschuss möglichst umfassend externe Hilfe und Beratung von Planern, Schlepp- und Fährgesellschaft und Vereinen in Anspruch nimmt. Erinnert wird an den „Arbeitskreis Fördeschifffahrt“, der beim Neubau des Mönkeberger Fähranlegers sehr erfolgreich zum Gelingen beigetragen hatte und jederzeit reaktiviert werden könne.
Pressemitteilung 20.02.2015
Der Verein FördeFördern e.V. freut sich über das gute Abschneiden der Landeshauptstadt Kiel im neuen Fahrradklimatest des ADFC. Da dieser Test die subjektive Wahrnehmung der Radfahrer ausdrückt, scheint die Fahrradwelt für die Kieler überwiegend in Ordnung zu sein. Bis auf zwei Fragen wurden durchweg alle besser als der Durchschnitt vergleichbarer Städte beurteilt. Und bei diesen Fragen deckt sich das subjektive Empfinden mit der objektiven Realität: Die Möglichkeit der preiswerten Fahrradausleihe und die preisgünstige Mitnahme des Fahrrads in öffentlichen Verkehrsmitteln. Will sich Kiel im Ranking der Städte verbessern, ist hier der dringlichste Handlungsbedarf.
Wie die gerade geführte Diskussion um das Mitnahmeverbot von E-Scootern in Bussen gezeigt hat, gibt es für die Verkehrsunternehmen bei der Mitnahme von Fahrrädern kaum Handlungsspielraum. Auch stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, in den Stadtbussen Fahrräder mitführen zu wollen. Man sollte einem Radfahrer unterstellen können, dass es besser ist, neben dem Bus her zu radeln.
Es gibt aber mit der Fördeschifffahrt einen Teil ÖPNV in Kiel, wo dies nicht möglich ist. Dort bietet sich weitaus mehr Platz für Fahrräder als in den Bussen und die radfahrende Alternative wäre nicht der kurze Weg über das Wasser, sondern ein Riesenumweg rund um die Förde. Da stellt sich dann zwangsläufig beim Radfahrer die Frage ein, warum er für die Mitnahme seines Fahrrads zusätzlich ein teures Ticket lösen muss. Und schon rutscht Kiel im Ranking nach unten.
Leider ist es nicht gelungen, die Politik in Kiel sowie die Verkehrsunternehmen von einer kostenlosen Fahrradmitnahme zu überzeugen. Allerdings hat bei der Schlepp- und Fährgesellschaft mbH Kiel jetzt ein Umdenken stattgefunden. Dort hat man die Chancen eines kombinierten Fähre-Fahrrad-Verkehrs inzwischen erkannt und die SFK ist bereit, das Faltrad als kostenlose Mitnahme-Möglichkeit offensiv zu bewerben. Zusammen mit dem Verein FördeFördern e.V., dem ADFC, dem Fahrradforum und Falt-radanbietern will ein Runder Tisch jetzt ein vergünstigtes „Klapprad“ zum Kauf anbieten, das auf den Fördeschiffen ohne zusätzliche Kosten mitgenommen werden darf. Diese Alternative soll breit in der Öffentlichkeit beworben werden und zum Sommerfahrplan 2015, vielleicht auch schon früher, statt-finden.
„Mit diesem Angebot sehen wir die Chance dann im nächsten Fahrradklima-Test im Ranking weiter nach oben zu kommen. Auf dem Weg zur wirklich Fahrrad-freundlichen Stadt Kiel“.
„Pendler-Abzocke“ jetzt auch in Heikendorf
Der Amtsausschuss des Amtes Schrevenborn hat auf Empfehlung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Heikendorf die Neufassung der „Amtsordnung über Parkgebühren auf öffentlichen Verkehrsflächen in der Gemeinde Heikendorf“ einstimmig beschlossen. Pendler der Fördeschifffahrt werden künftig mit 8 € pro Monat oder 80 € pro Jahr von der Gemeinde zur Kasse gebeten, wenn sie mit dem Auto zum Anleger fahren und es dort stehen lassen wollen. Da es keinen Linienbus gibt und geben wird, mit dem man zum Anleger fahren könnte, bleibt diesen Pendlern kaum etwas anderes übrig.
Kostenlose Park & Ride Parkplätze gibt es in Mönkeberg, Wellingdorf und in Dietrichsdorf. In Laboe halten die Linienbusse am Anleger. Nur in Heikendorf wird den Fahrgästen, die sich umweltbewusst verhalten, ihr Auto stehen lassen und mit der Fördefähre nach Kiel zur Arbeit fahren, in die Geldbörse gegriffen. Die Parkgebühren, mit denen die Gemeinde touristische Maßnahmen finanzieren will, verteuert das Monatsticket beziehungsweise das Jahresticket für die Fahrgäste um 14 Prozent.
„Offensichtlich versteht die Gemeinde Heikendorf unter Förderung der Fördeschifffahrt etwas Anderes, als der Rest der Welt. Während die Gemeinde Mönkeberg in Zeiten klammer Kassen eine Anlegebrücke neu gebaut hat, Laboe jedes Jahr den Winterverkehr mitfinanziert, woran sich auch der Kreis Plön beteiligt, zahlt Heikendorf für die Fördeschifffahrt nicht einen einzigen Cent. Im Gegenteil, jetzt versucht man auch noch an den wenigen übrig gebliebenen Förde-Pendlern Geld zu verdienen,“ so Michael Henry, Vorsitzender des Vereins FördeFördern e.V.
FördeFördern e.V. hatte sich im letzten halben Jahr mit Umfragen und Stellungnahmen intensiv für die Interessen der Pendler eingesetzt, fand allerdings bei den gemeindlichen Gremien und im Amt Schrevenborn keinerlei Unterstützung für die Pendler.
„Jetzt müssen die Gemeindevertreter damit klar kommen, eine Parkgebührenverordnung beschlossen zu haben, nach der Freizeit-Skipper als Eigner eines Segelschiffs, bis hin zur Luxus-Yacht, für ihre Liegeplätze kostenlose KFZ-Stellplätze erhalten, der umweltbewusste Arbeitnehmer, der sein Auto stehen lassen will, aber zur Kasse gebeten wird,“ beklagt Michael Henry.
FördeFördern e.V.
Heikendorf, den 19. Dezember 2014
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*Pendler-Abzocke:
Unter diesem Begriff lief im Sommer 2014 in Hamburg eine breite und intensive Medienberichterstattung, nachdem der Hamburger Senat Teile der städtischen P+R-Parkplätze, nach aufwändiger Ertüchtigung, kostenpflichtig gemacht hatte.
An den Amtsvorsteher des
Amtes Schrevenborn
Herrn Eckhard Jensen
Amt Schrevenborn
Dorfplatz 2
24226 Heikendorf
nachrichtlich:
an den 1. stellv. Amtsdirektor
Herrn Bürgermeister Jens Heinze
Heikendorf, 10.12.2014
Sehr geehrter Herr Jensen,
der Amtsausschuss des Amtes Schrevenborn soll am 18. Dezember 2014 auf Empfehlung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Heikendorf eine Neufassung der „Amtsordnung über Parkgebühren auf öffentlichen Verkehrsflächen in der Gemeinde Heikendorf“ beschließen.
Der Verein FördeFördern e.V. hatte sich bereits seit Juli 2014 mit Stellungnahmen und Umfragen in die Beschlussfassung zu dieser Amtsordnung auf Heikendorfer Gemeindeebene eingebracht. Unser Ziel war, die bisher auf dem Parkplatz „Röhrskroog“ (im Eigentum der Gemeindewerke Heikendorf GmbH) kostenlos nutzbaren Parkplätze für ÖPNV-Pendler der Fördeschifffahrt auch künftig als kostenlose Park+Ride-Parkplätze zu erhalten.
In seiner Sitzung am 24.11.2014 hatte der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Hei-kendorf über die Vorlage „Parkgebührenverordnung“ des Fachbereichs 1 zu beraten und zu beschließen. In dieser Vorlage war in § 2 Abs. c) ausdrücklich von „unentgeltlichen“ Parkflächen für Benutzerinnen/Benutzer der Fördeschifffahrt unter der Überschrift „Park & Ride“ die Rede. Darüber hatten wir in der Sitzung unsere Befriedigung und Anerkennung geäußert, gleichzeitig aber die in § 5 aufgeführte hohe Gebühr über 8,00 € pro Monat bzw. 40,00 € pro 6 Monate, also 80,00 € im Jahr, kritisiert. Daraufhin beschloss der Ausschuss, das Wort „unentgeltlichen“ im § 2 Abs. c) zu streichen, die Gebühren aber beizubehalten.
Somit hätte die Gemeinde Heikendorf jetzt das Alleinstellungsmerkmal auf dem Ostufer der Kieler Förde, ÖPNV-Pendler der Fördeschifffahrt mit kostenpflichtigen Park+Ride-Parkplätzen zusätzlich zu belasten. Mönkeberg hält kostenlosen Parkraum an der Anlegebrücke bereit, auf Kieler Gebiet (Wellingdorf und Dietrichsdorf, Haltestellen der Fördefährlinie 2) wird mit kostenlosen P+R-Parkplätzen sogar öffentlich geworben. In Laboe stellt sich die Frage nicht, weil die Linien-Busse bis an die Anlegebrücke fahren und sich dort eine Haltestelle befindet.
In Heikendorf/Möltenort gibt es keinen Buszubringer für die Fördependler, und es wird ihn auch mittelfristig nicht geben. Eine sichere und vernünftige Abstellmöglichkeit für Fahrräder am Anleger wird ebenso nicht angeboten. Was bleibt einem umweltfreundlich eingestellten Bürger anderes übrig, als mit dem Kfz zum Anleger zu fahren, wenn die Entfernung nicht fußläufig zurückzulegen ist? Wenn er das macht, und damit nicht nur die Umwelt schont, den Straßenverkehr rund um die Förde entlastet und seinen Beitrag zum Erhalt der Fördeschifffahrt leistet, dann kommt die Gemeinde Heikendorf und greift ihm bei der ersten Gelegenheit noch zusätzlich in die Geldbörse.
Auch wenn es wohl dem Umstand geschuldet ist, dass Hafenbetreiber und Parkplatzeigentümer in Möltenort ein und dieselbe Gesellschaft ist und Liegeplatzinhaber deshalb in Möltenort auch künftig kostenlos ihr Kfz dort abstellen können - es ist kaum vorstellbar, dass sich irgendein Verantwortlicher wohl dabei fühlt, wenn in derselben Gebührenordnung der Freizeit-Skipper und Eigner eines Segelschiffs von Parkplatzkosten freigestellt, der Bürger aber, der sich umweltfreundlich verhält und den ÖPNV zu Wasser für seinen Arbeitsweg nutzt, mit zusätzlichen Kosten belastet wird.
Die Gemeinde Heikendorf beteiligt sich mit keinem Cent an der Fördeschifffahrt, deren Attraktivierung oder deren Fortbestand. Anders als Mönkeberg oder Laboe. Jetzt will die Gemeinde den wenigen verbliebenen Pendlern auch noch zusätzliche Kosten aufbürden.
Wir bitten den Amtsausschuss, die Empfehlung „Amtsordnung über Parkgebühren auf öffentlichen Verkehrsflächen in der Gemeinde Heikendorf“ an den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Heikendorf zurück zu verweisen, mit der Maßgabe, in dem angesprochenen Punkt eine sozial verträglichere Fassung zu erarbeiten.
Pressemitteilung, 20.05.2014
Wird doch noch gut, was schon viel zulange währt?
Kiel ist die Fahrradstadt Nummer 1 im Norden. So wirbt die Landeshauptstadt Kiel selbst für sich. Und Kiel hat einen wassergebundenen öffentlichen Nahverkehr, die Fördeschifffahrt. Aber wenn ein Radfahrer zum Beispiel den Weg von Heikendorf nach Friedrichsort über das Wasser abkürzen will, dann kostet ihn das nicht nur den Fahrschein, sondern auch noch einen weiteren Fahrschein für den Transport des Fahrrads. Fahrradfreundlich geht anders!
Seit dem Jahr 2009 fordert der Verein FördeFördern e.V. die kostenlose Fahrradmitnahme für Zeitkarteninhaber der Fördeschifffahrt (SFK). Wer sich für den Arbeitsweg übers Wasser entscheidet, und zusätzlich eine oder beide Anschlussstrecken mit dem Fahrrad zurücklegt, der soll nicht noch zusätzlich zu seinem Monatsfahrschein mit einem Monatsticket für das Fahrrad bestraft werden.
„Das derzeitige Verfahren ist keine Förderung des Fahrradverkehrs in Kiel, es ist ganz das Gegenteil“, so der Verein FördeFördern. „Dass man sich für die Idee der kostenlosen Fahrradmitnahme mehr als ein Bein ausreißen muss, und das fünf Jahre lang, ist kein Ruhmesblatt für die Stadt Kiel!“
Immer wieder als Hinderungsgrund angegeben wurden Einnahmeverluste für die SFK von 2.400 € pro Jahr, will man auf die Fahrradmonatstickets verzichten. Sich hinter diesem Argument versteckend fand sich niemand in Kiel, der die Initiative ergriff und die Sache auf den Weg brachte. „Schuld“ war dann auch noch der Kreis Plön, weil er sich ja angeblich nie an den Kosten der Fördeschifffahrt beteiligt.
Zumindest das kann jetzt nicht mehr einfach so behauptet werden. Der Kreis Plön hat im Mai im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus beschlossen, die kostenlose Fahrradmitnahme für Zeitkarteninhaber zu 50 % zu bezuschussen und die Einnahmeausfälle zur Hälfte zu übernehmen. Gleichzeitig wurde die Plöner Kreisverwaltung gebeten, Verhandlungen mit der Stadt Kiel aufzunehmen.
„Wir würden es begrüßen, wenn Pendler aus dem Kreis Plön ein zusätzliches, attraktives Angebot bekämen, um auf die Fördeschifffahrt umzusteigen. Auch aus touristischer Sicht würde eine kostenlose Fahrradmitnahme sicherlich zu einer Steigerung der Akzeptanz führen. Die Initiative, Pendlern die Möglichkeit zu eröffnen, ihr Fahrrad auf den Schiffen der SFK in Verbindung mit einer Zeitkarte kostenlos zu befördern, wäre ein deutliches Zeichen, dass der Kreis Plön die Fördeschifffahrt für ein zusätzliches, attraktives ÖPNV-Angebot hält und sich hieran auch finanziell beteiligt.“ so der Antrag im Plöner Wirtschaftsausschuss im Wortlaut.
„Jetzt ist es Sache der Stadt Kiel, zu zeigen, dass sie fahrradfreundlich ist, und nicht immer nur behauptet, es zu sein, bringt die Kuh endlich vom Eis und die Fahrräder auf die Fördedampfer!“
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Pressemitteilung, 06.09.2013
Fördedampfer-Schilder jetzt auch in Heikendorf
Im Jahr 2010 hatte die ehemalige "Interessengemeinschaft für eine attraktive Fördeschifffahrt (IAF)" (jetzt FördeFördern e.V.) eine Idee. Auf Anregung des Schrevenborner Amtsdirektors Michael Koops, während einer Sitzung des „Runden Tisches“ zur „Rettung“ des Mönkeberger Fähranlegers, fühlte sie sich aufgefordert, kleine Projekte mit positiver Ausstrahlung zu initiieren. Die Idee war, rund um die Kieler Förde an allen Anlegestellen der Fördedampfer, Straßenverkehrshinweisschilder aufzustellen. Denn einmal gab es die fast nirgendwo, und überhaupt sei jeder Hinweis auf die Fördeschifffahrt, und die damit einhergehende Werbung, ein Mittel zur Attraktivierung der Fördedampfer.
Zu einem frühen Zeitpunkt hatte sich die IAF an die zuständigen Verwaltungen gewandt. In vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Bereitschaft, die Interessengemeinschaft zu unterstützen, nicht sehr ausgeprägt war. Je nach Gemeinde/Stadt Kiel gab es unterschiedliche Gründe von verschiedenen Ämtern, die eine Realisierung in Zweifel zogen. Es ist nicht so einfach, mal eben ein Schild an einen Rohrpfosten am Straßenrand zu schrauben. Da gibt es viele Gesetze, Bestimmungen, Richtlinien, Satzungen, Bedenken und – Gestaltungsvorschriften. Da könne ja jeder kommen, und sich sein eigenes Schild pinseln.
Genau das hat die IAF gemacht. Aus gutem Grund! Denn wenn man sich die im Straßenbild vorhandenen Schilder, die auf Kreuzfahrer oder Groß-Fähren hinweisen, einmal anschaut: kaum eines ist wie das andere. Da gibt es die unterschiedlichsten Schiffssymbole und Beschriftungen. Das wollte die Interessengemeinschaft besser machen und entwarf ein Schild, um rund um die Förde wiederkehrend das gleiche Motiv zu installieren.

Gleichzeitig startete die IAF eine private Spenden-Sammelaktion und warb Unternehmen für eine „Schild-Patenschaft“ ein.
Um der Idee Schwung mit auf den Weg zu geben, wurde aus ihr im Sommer 2011 ein Projekt im "Rahmenplan Kieler Förde" gemacht. 2012 wurde das Projekt, neben zwei weiteren IAF-Projekten, ausgezeichnet, prämiert und in den Rahmenplan aufgenommen.
Dann begann der lange Weg für Anträge und Genehmigungen. Im gesamten Genehmigungsverfahren stand die Idee zweimal durch Ablehnungen vor dem Aus. Der Grund für die Ablehnungen war die symbolische Darstellung des Fördeschiffs auf dem Schild.
Es ist trotzdem gelungen am Ende die Genehmigungen zu bekommen. Zur Eröffnung des neuen Mönkeberger Fähranlegers wurden die ersten Schilder in Mönkeberg installiert.
Jetzt stehen auch in Heikendorf die Hinweisschilder. An der Dorfstraße/Möltenorter Weg und am Tobringer/Neuheikendorfer Weg. Das eine wurde vom Autohaus Süverkrüp GmbH + Co KG gestiftet, das andere von der ZÖLLNER Holding GmbH.
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Pressemitteilung, (11.06.2013)
Ermäßigte Fahrradmonatskarte auf der F2
Nun kann man sie also ab sofort kaufen. Die ermäßigte Fahrradmonatskarte für 25 Euro auf der Schwentinelinie F2 der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel GmbH (SFK). Auf der Fördelinie F1 kostet sie weiterhin 36 Euro.
Aber an wen richtet sich dieses Angebot? Die zahlreichen Studenten der Fachhochschule Kiel, die auf dieser Linie hauptsächlich fahren, können ihr Fahrrad im Rahmen des Semestertickets sowieso kostenlos transportieren. Verspricht sich die SFK also wirklich ein vermehrtes Aufkommen von Berufspendlern auf der F2? Immerhin zahlt man für die Fahrt zur Arbeit mit Fähre und Fahrrad dann immer noch 79,20 Euro pro Monat. Ob das ein Anreiz ist, künftig das Auto stehen zu lassen und den ÖPNV in der Fahrradstadt Kiel zu nutzen, bezweifelt der Verein FördeFördern e.V.
"Dieser Modellversuch, der am 31. Mai 2014 beendet sein wird, bringt weder die Fahrradstadt Kiel noch die Fördeschifffahrt voran. Mangels Nachfrage wird das Projekt danach in der Versenkung verschwinden", so Michael Henry, Vorsitzender des Vereins.
Nach Henrys Auffassung war das rabattierte Monatsticket auf der F2 dem Kommunalwahlkampf geschuldet und dient lediglich dazu, die kostenlose Fahrradmitnahme auf den Fördeschiffen aus der öffentlichen Diskussion zu verbannen. "Die kostenlose Fahrradmitnahme auf allen Fördedampfern für Inhaber von Zeitkarten wäre ein geeignetes Mittel, um die Fährschiffe für Fahrradfahrer attraktiv zu machen. Das Potential findet sich in den Umlandgemeinden Mönkeberg, Heikendorf und Laboe. Die Attraktivität eines zahlungspflichtigen Fahrradmonatstickets zeigt sich dagegen in der Tatsache, dass die SFK davon monatlich lediglich drei (3) Fahrkarten verkauft."
Aber über diese kostenlose Fahrradmitnahme wollte weder die SFK noch das Kieler Fahrradforum mit dem Verein sprechen. Noch kurz vor der Kommunalwahl und vor der entscheidenden Sitzung im Kieler Fahrradforum hatte der Verein darum gebeten, zur Sitzung des Fahrradforums eingeladen zu werden. Dessen Vorsitzender, Achim Heinrichs, ließ lediglich mitteilen, dass es "keine weitere vertiefende Diskussion" geben werde. Zwei Wochen darauf gab es die aber doch und das Fahrradforum "begrüßte das einjährige Modellprojekt und hofft auf einen Erfolg". Unter Ausschluss des Vereins FördeFördern e.V..
Zwei Tage vor der Kommunalwahl konnten dann die SFK-Aufsichtsratsmitglieder Achim Heinrichs und Lutz Oschmann den "Rabatt" öffentlich verkünden.
Der Verein FördeFördern e.V. ist enttäuscht, dass die Kieler Fördeschifffahrt, wie in diesem Fall, politisch instrumentalisiert wurde. "Als Bürgerverein ist es unser Anliegen, die Fördeschifffahrt zu attraktivieren, nicht Wahlen zu gewinnen. Das ist angesichts des teilweise recht hohen Investitionsbedarfs schwierig genug. Aber wenn kostenneutrale Maßnahmen, wie die Fahrradmitnahme, schon für politische Positionierung genutzt und in der Folge ausgehebelt werden, dann ist das mehr als traurig", so Michael Henry.
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Pressemitteilung (30.05.2013)
Falträder und ÖPNV
Nachdem die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel GmbH es leider nicht geschafft hat, eine tariflich günstige Lösung zur Fahrradmitnahme auf den Kieler Fördeschiffen zu realisieren, möchte der Verein FördeFördern e.V. einen Vorschlag initiieren, der bereits in Stuttgart und München, zuletzt Anfang dieses Jahres mit großem Erfolg in Hamburg, durchgeführt wurde.
Damit will der Verein dem Ziel näher kommen, möglichst viele Autofahrer auf ÖPNV und das Rad umsteigen zu lassen.
Der ADFC und der HVV haben in Hamburg die Mitnahme von Falträdern verstärkt beworben. Damit einher ging das Angebot, ein hochwertiges Faltrad über den Fachhandel preisgünstig erwerben zu können. Diese Aktion fand eine große Resonanz in den Medien und führte zu zahlreichen Verkäufen.
Erste Gespräche mit dem Hersteller und dem ADFC geben Hoffnung, eine solche Aktion auch in Kiel, in der VRK-Region, vielleicht auch für den gesamten "nah.sh-Bereich", erfolgreich durchführen zu können.
Dazu bedarf es der Mitwirkung der Verkehrsunternehmen, des Fahrradforums sowie seiner Mitglieder, der LVS, des Faltrad-Herstellers. Es sollte eine Medienpartnerschaft mit regionalen Verlagen und Sendeanstalten eingegangen werden.
Der Verein FördeFördern e.V. würde sich gern an einer solchen Initiative beteiligen. Er stellt sich vor, dass die Koordination von Gesprächen durch den Radverkehrsbeauftragten der Landeshauptstadt Kiel wahrgenommen wird.
http://www.hvv.de/wissenswertes/fahrradfahrer/faltrad/index.php
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Pressemitteilung (20.03.2013)
Was lange währt ...
Im Jahr 2010 hatte die ehemalige "Interessengemeinschaft für eine attraktive Fördeschifffahrt (IAF)" und jetzige Verein FördeFördern e.V. eine Idee. Auf Anregung des Schrevenborner Amtsdirektors Michael Koops während einer Sitzung des „Runden Tisches“ zur „Rettung“ des Mönkeberger Fähranlegers, fühlte sie sich aufgefordert, kleine Projekte mit positiver Ausstrahlung zu initiieren. Die Idee war, rund um die Kieler Förde an allen Anlegestellen der Fördedampfer, Straßenverkehrshinweisschilder aufzustellen. Denn einmal gab es die fast nirgendwo, und überhaupt sei jeder Hinweis auf die Fördeschifffahrt, und die damit einhergehende Werbung, ein Mittel zur Attraktivierung der Fördedampfer.
Dass das erste Schild jetzt länger gedauert hat als Planung, Finanzierung und Bau des Mönkeberger Fähranlegers hätte damals niemand bei der IAF gedacht. Und wenn die Mitglieder der Interessengemeinschaft nicht so hartnäckig wie dickköpfig gewesen wären, würde es die Schilder wohl nie geben. Jetzt aber werden die ersten Schilder pünktlich mit der Brückeneröffnung auf die Fördedampfer hinweisen.
Zu einem frühen Zeitpunkt hatte sich die IAF an die zuständigen Verwaltungen gewandt. In vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Bereitschaft, die Interessengemeinschaft zu unterstützen, nicht sehr ausgeprägt war. Je nach Gemeinde/Stadt Kiel gab es unterschiedliche Gründe von verschiedenen Ämtern, die eine Realisierung in Zweifel zogen. Es ist nicht so einfach, einfach mal ein Schild an einen Rohrpfosten am Straßenrand zu schrauben. Da gibt es viele Gesetze, Bestimmungen, Richtlinien, Satzungen, Bedenken und – Gestaltungsvorschriften. Da könne ja jeder kommen, und sich sein eigenes Schild pinseln.
Genau das hat die IAF gemacht. Aus gutem Grund! Denn wenn man sich die im Straßenbild vorhandenen Schilder, die auf Kreuzfahrer oder Groß-Fähren hinweisen, einmal anschaut: kaum eines ist wie das andere. Da gibt es die unterschiedlichsten Schiffssymbole und Beschriftungen. Das wollte die Interessengemeinschaft besser machen und entwarf dieses Schild, um rund um die Förde wiederkehrend das gleiche Motiv zu installieren:

Gleichzeitig startete die IAF eine private Spenden-Sammelaktion und warb mit den Unternehmen Autohaus Süverkrüp GmbH + Co KG, Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG, Consist Software Solutions GmbH, Strandhotel Strande und Zöllner Signal GmbH Sponsoren für eine „Schild-Patenschaft“ ein.
Um der Idee Schwung mit auf den Weg zu geben, wurde aus ihr im Sommer 2011 ein Projekt im "Rahmenplan Kieler Förde" gemacht. 2012 wurde das Projekt, neben zwei weiteren IAF-Projekten, ausgezeichnet, prämiert und in den Rahmenplan aufgenommen.
Dann begann der lange Weg für Anträge und Genehmigungen. Es hat lange gedauert, bis der Antrag von der Gemeinde Mönkeberg, über das Amt Schrevenborn, über den Kreis Plön zum "Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein (LBV)" geleitet wurde. Der LBV hatte dann letztlich auch noch Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium (Schleswig-Holstein) über das Thema geführt. Im gesamten Genehmigungsverfahren stand die Idee zweimal durch Ablehnungen vor dem Aus. Der Grund für die Ablehnungen war die symbolische Darstellung des Fördeschiffs auf dem Schild.
Es ist der IAF trotzdem gelungen, dank intensiver Gespräche und Nacharbeit, am Ende eine Genehmigung zu bekommen. Nächste Woche werden die ersten, aus privaten Spenden und durch die Gemeinde finanzierten, Schilder in Mönkeberg installiert. Optisch sehen die Schilder jetzt wie folgt aus (die ursprüngliche Variante auf weißem Hintergrund war nicht durchsetzbar):

Nachdem die Schilder in Mönkeberg stehen, wird in den Gemeinden Heikendorf, Laboe, Strande und in der Stadt Kiel weitergemacht. Das wird etwas leichter werden, da die jetzt endgültige Genehmigung für den Kreis Plön, den Kreis Rendsburg-Eckernförde und die Stadt Kiel gilt.
Also ist am Ende doch noch alles gut geworden.
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Pressemitteilung (19.03.2013)
Startschuss für den Anleger Mönkeberg!
Startschuss für FördeFördern e.V.
Im Herbst 2009, kurz nachdem viele Pendler auf den Kieler Fördedampfern von der Nachricht, der Mönkeberger Fähranleger sei marode und abgängig, nicht wirklich überrascht wurden, fassten Passagiere dieses einzigartigen Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs einen Entschluss. Sie trafen sich im Hinterzimmer eines Heikendorfer Restaurants und gründeten die „Interessengemeinschaft für eine attraktive Fördeschifffahrt (IAF)“. „Retten wir gemeinsam den Mönkeberger Fähranleger“ war das Motto, unter dem diese Bürgerinitiative antrat.
Am 23.03.2013 wird der neue Fähranleger in Mönkeberg eröffnet. Ein wenig stolz sind die Bürger, die sich für diesen Anleger stark gemacht haben, für das Erreichte schon auf sich selbst. Und sie sind dankbar. Dankbar dem Land Schleswig-Holstein, dass es den größten Teil der Finanzierung auf sich genommen haben. Dankbar der Stadt Kiel, für die Übernahme eines Drittels der restlichen Kosten, obwohl es für die Stadt ein Leichtes gewesen wäre, diesen wichtigen Haltepunkt im Kreis Plön zu Gunsten des eigenen Haushalts aus dem Fahrplan zu streichen. Dankbar und mit Freude haben die Bürger die Tatsache zur Kenntnis genommen, wie der Kreis Plön letztlich doch über seinen Schatten gesprungen ist und sich endlich wieder stärker finanziell an der Fördeschifffahrt beteiligt hat. Und mit besonderer Befriedigung beobachtete die Interessengemeinschaft das Verantwortungsbewusstsein einer kleinen Gemeinde wie Mönkeberg, die trotz mehr als klammer Kassen sich in dem Bewusstsein weiter verschuldete, damit eine Investition zu tätigen, die für die Kommune existentielle Bedeutung hat und für die Zukunft unabdingbar ist. Diesen Partnern am Erfolg zollt die IAF Respekt und Dankbarkeit.
Denn der Mönkeberger Fähranleger hat für die Fördeschifffahrt insgesamt eine sehr große Bedeutung. Das wurde durch die Machbarkeitsstudie im „Rahmenplan Kieler Förde“ auch deutlich herausgestellt. Aber der Fähranleger Mönkeberg ist nicht das einzige Puzzleteil im Gesamtbild der Fördeschifffahrt, welches zu einer Attraktivierung beiträgt. Deshalb hat sich die Interessengemeinschaft über die Jahre zahlreiche Gedanken gemacht und daran gearbeitet, wie man diesen wesentlichen Teil des ÖPNV in Kiel und seinem Umland verbessern kann. Und alle Vorschläge in Konzepten zusammengefasst.
Man sollte meinen, der Adressat dieser Konzepte, die „Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel GmbH (SFK)“ als verkehrsabwickelnde Reederei, wäre froh über diese Bürgerbeteiligung, dankbar für solch eine aktive und kreative Kundenresonanz. Offenbar scheint das Gegenteil der Fall zu sein.
Das letzte, endgültige, Konzept der IAF zur Weiterentwicklung der Fördeschifffahrt, vor mehr als einem Jahr vorgestellt, wurde wenige Tage nach der Vorstellung vom Aufsichtsratsvorsitzenden in einer Ortsbeiratssitzung im Stadtteil Friedrichsort mit dem öffentlichen Kommentar „Das macht die SFK nicht!“ bedacht. Gleichzeitig ließ sich die Geschäftsführung der SFK in den KIELER NACHRICHTEN mit der Aussage zitieren, man wolle das Konzept erst einmal genauestens prüfen. Nach über einem Jahr fragt sich die Interessengemeinschaft jetzt, ob diese Prüfung an Genauigkeit überhaupt noch zu übertreffen sei, oder aber, ob sie eigentlich jemals stattgefunden habe. Denn: Eine Antwort hat die Interessengemeinschaft von der SFK in der ganzen langen Zeit nicht bekommen.
Am 21. Februar 2013 stellte die CDU-Fraktion in der Kieler Ratsversammlung einen Antrag unter der Überschrift „KielMix - StadtBus & Fördeschiff“ - Kieler ÖPNV-Konzept der Zukunft, in dem die Verwaltung aufgefordert werden sollte „in enger Zusammenarbeit mit der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) ein innovatives, innenstadtbezogenes ÖPNV-Konzept der Zukunft zu entwickeln“.
Mit Verlaub: Dieses Konzept hat die IAF bereits vor einem Jahr unter dem Namen „KielSchiff“ vorgelegt. Dennoch hätte sich die IAF über die Zustimmung zu diesem Antrag gefreut. Allerdings hat die beantragende CDU-Fraktion in der Begründung ihrer Initiative die Voraussetzung zu dessen Ablehnung gleich mitgeliefert. Sie verknüpfte das beantragte Konzept mit der StadtRegionalBahn. In der darauf folgenden halbstündigen Aussprache kam dann die Fördeschifffahrt auch nur noch einmal vor, als der SFK-Aufsichtsratsvorsitzende berichtete, dass man allein zur Erhaltung des Status Quo der Fährschifffahrt mittelfristig zwei neue Schiffe kaufen müsste. Und selbst bei dieser Investition fragte er die CDU-Fraktion wörtlich: „Wollen Sie das wirklich?“
Nachdem der Antrag abgelehnt war und stattdessen ein „Alternativantrag“ der SPD/Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SSW angenommen wurde, in dem sechs Punkte zur StadtRegionalBahn „begrüßt“ und der SRB-Beschluss aus dem Jahr 2008 „bekräftigt“ wurde, fragt sich die IAF, ob diese Ratsversammlung überhaupt willens und in der Lage ist, sich der Attraktivierung der Fördeschifffahrt zuzuwenden.
Vor einem halben Jahr hat die IAF erneut ein Problem thematisiert, das die kostenlose Fahrradmitnahme auf den Fördedampfern für Pendler mit Monats- oder Jahreskarten betraf. Im Verlauf der Diskussion stellte sich heraus, es handelte sich um einen Einnahmeausfall von wenigen Euro, genau gesagt drei (3) Fahrrad-Zeitkarten pro Monat. Demgegenüber stand eine enorme potentielle Attraktivitätssteigerung für die Fördeschifffahrt und deren Benutzer. Wenn sie aus den Ostufergemeinden mit dem Fahrrad und den Dampfern zum Preis einer „normalen“ Monatskarte über die Förde zum Arbeitsplatz hin und zurück pendeln und den PKW stehen lassen könnten.
Was ist aus diesem Vorschlag geworden? Die angeschriebenen Fraktionen der Kieler Ratsversammlung haben sich nie wieder gemeldet. In einer geschäftlichen Mitteilung, die in Kiel zur Zeit durch die Ausschüsse und Gremien der Ratsversammlung gereicht wird, behauptet der Kieler Bürgermeister, diese „Mangeldiskussion“ wäre ein Hauptgrund dafür, warum Kiel als „Fahrradfreundliche Stadt“ vom Rang zwei auf Rang vier abgerutscht sei. Denn die öffentliche Diskussion habe just in dem Zeitraum stattgefunden, als die Befragung durchgeführt wurde.
Wenn die Verantwortlichen der Fördeschifffahrt nicht einsehen wollen oder können, dass der „Mangel“ an Attraktivität der Grund für eine nicht ausreichende Nutzung dieses ÖPNV-Angebots ist, sondern die Diskussion darüber nur die „Stimmung“ verschlechtert, dann gibt es noch viel zu tun, besonders für die „Interessengemeinschaft“. Trotzdem wird sie am 23.03.2013 ihre Aktivitäten einstellen. Sie hatte sich zur „Rettung des Mönkeberger Fähranlegers“ gegründet, und dieses Ziel ist erreicht.
Sie wird aber am gleichen Tag erneut mit der Arbeit beginnen. Im Februar dieses Jahres hat sich aus der Interessengemeinschaft ein Verein gegründet. Dieser Verein, unter dem Namen „ FördeFördern e.V. “, in dem die IAF aufgehen wird, will sich künftig nicht nur verstärkt der Fördeschifffahrt widmen. In jüngster Vergangenheit haben sich etliche Mitglieder der IAF und die Interessengemeinschaft selbst mit vielen Projekten am „Rahmenplan Kieler Förde“ beteiligt und sind mit den meisten in den Rahmenplan aufgenommen worden. Zwei davon werden zur Zeit bereits verwirklicht. Der Verein FördeFördern e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Projekte aus dem Rahmenplan bei ihrer Durchsetzung und Verwirklichung zu begleiten. Er will die Bürgerbeteiligung auch in Zukunft sicherstellen und die künftige Entwicklung der Kieler Förde antreiben und fortentwickeln.
Am 23.03.2003 wird nicht nur der Mönkeberger Fähranleger eröffnet. Es ist auch der Startschuss für den Verein FördeFördern e.V., der ab sofort um aktive Mitglieder wirbt, die sich in verschiedene Themen- und Projekt-Sparten rund um die Kieler Förde einbringen wollen und können oder ihre Sympathie für die Sache ausdrücken wollen. Informationen über den Verein sind auch über das Internet unter www.fördefördern.de erhältlich. Wie bisher wird natürlich die Adresse www.foerdedampfer.de erreichbar sein und auf das identische Angebot des Vereins verweisen.